Unterricht
MathematikGrundlegende Intention und Zielperspektive im Lernbereich Umgang mit Mengen, Zahlen und Größen ist es, den Schüler/innen eine weitgehende Selbstständigkeit und Selbstverwirklichung im Hinblick auf lebenspraktisch bedeutsame Situationen zu ermöglichen.
DeutschZiel des Lernbereiches Sprache ist die Entwicklung des Sprachverständnisses und des sprachlichen Ausdrucksvermögens. Diese Förderung geschieht auf der Grundlage der Entwicklung der Beziehungsfähigkeit des Schülers. Nichtsprachliche Kommunikationsmittel wie Mimik und Gestik sind einzubeziehen, besonders im Hinblick auf Schüler/innen, die nicht sprechen. Mit dem Erwerb der Fähigkeit zur sprachlichen Äußerung gewinnt der Schüler zusätzliche Möglichkeiten, Kontakte anzubahnen, Gefühle auszudrücken und andere zu etwas zu veranlassen. Darüber hinaus erwirbt er mit der Sprache und deren symbolischer Funktion die Möglichkeit seine Umwelt zu erschließen und zu strukturieren.
SachunterrichtDer Sachunterricht soll die Schüle/innen befähigen, sich mit ihrer Person und ihrer Umwelt in vielschichtiger Weise auseinanderzusetzen und Hilfe zur Lebensbewältigung zu geben. Sachunterrichtliche Themen finden sich aber auch in anderen Lern- und Erziehungsbereichen wieder und werden dort aufgegriffen und vertieft (fächerübergreifendes Lernen und Arbeiten).
Bildnerisches Gestalten/Ästhetische ErziehungInhalte des Faches sind die unterschiedlichen Formen, Bildwerke zu erleben und hervorzubringen. Häufig werden im Untericht mehrere unterschiedliche Verfahren kombiniert. Organisationsformen sind vorhabenorientierter Unterricht oder lehrgangsorientierte Unterrichtsreihen. Der Begriff der Ästhetik bezeichnet hierbei alles, was auf Wahrnehmung bezogen ist. Dies entspricht vor allem der optischen und der taktilen Wahrnehmung.
ReligionIm Religionsunterricht ist der ganze Mensch angesprochen. Der/dir Schüler/in erfährt den Religionsunterricht nur dann als sinnvoll, "wenn der Unterricht in unmittelbarer Nähe seiner Lebenswelt steht" (Kultusminister des Landes NRW, Lehrplan für die Schule für Geistigbehninderte Ev. Religion 12/92, S.6). Die Wahl der Inhalte erfolgt demnach primär schüler- und problemorientiert. Die Begegnung mit Gott wird durch den Einsatz biblischer Geschichten erfahren.
MusikDie musikalische Erziehung erfasst und fördert den Menschen in deiner ganzen Persönlichkeit. Im Mittelpunkt von Musik- und Bewegungserziehung steht das Kind mit seiner ganzheitlichen Ausdrucksfähigkeit: Es benötigt die Bewegung, um sich musikalisch ausdrücken zu können. Es erlebt die Einheit von Musik, Sprache und Bewegung. Gerade in der Sonderpädagogik bei geistig behinderten Menschen wird diese stimnulierende Wirkung genutzt.
SportEs werden vielfältige Bewegungsangebote geschaffen, um Wahrnehmungserfahrungen zu ermöglichen. Neben der Hinführung zu traditionellen Sportarten und -spielen, wie z.B. "Volleyball", gehört auch der Schwimmunterricht dazu.
WerkenDas Werken gehört zu dem Lernbereich der Arbeitslehre. Es ist eine Lernform, die den besonderen Lernbedingungen von Menschen mit geistiger Behinderung entgegenkommt: Die kognitive Komponente tritt zunächst in den Hintergrund, der selbsttätige Umgang mit Dingen der Umwelt macht das wesentliche Merkmal dieses Lernbereiches aus. Dieses handelnde Erfahren der Umwelt durch Tasten, Greifen, Verändern, Gestalten u.a. kann als didaktisches Prinzip für alle Lernbereiche des Unterrichts gelten.
HauswirtschaftIm Rahmen einer möglichst weitgehenden Selbstständigkeit im Bereich der Selbstversorgung spielt der Hauswirtschaftsunterricht eine bedeutende Rolle. Außer dem sozialen Aspekt dieses Unterrichtsfaches für andere und mit anderen zusammen etwas tun, kommen sicherlich im Laufe der verschiedenen Stufen mehr küchen- und haushaltsspezifische Inhalte zu.
TextilgestaltungAufgabe dieses Lernbereiches ist es, unter lebenspraktischen Aspekten fachspezifische Fertigkeiten in alltäglichen Lebenssituationen zu vermitteln und den Schülern/innen ihre Umwelt unter vielen Gesichtspunkten zu erschließen. Es bestehen enge Lernverbingungen vor allem zu den Lernbereichen Motorik, Wahrnehmung, Hauswirtschaft, Selbstversorgung und Werken. Beim freien, spielerischen und gestalterischen Umgang mit textilen Materialien kommen auch Aspekte der Ästhetischen Erziehung zum Tragen.
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